Das Abkühlverhalten von Fahrzeugteilen – Teil 2: Die Motorhaube

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2003, pp. 73 – 75 (#3)

Zitat

Schrodt, M.: Das Abkühlverhalten von Fahrzeugteilen – Teil 2: Die Motorhaube. Verkehrsunfall und Fahrzeugtechnik 41 (2003), pp. 73 – 75 (#3)

Inhaltsangabe

Es wurden Abkühlkurven von VW Passat 1.9 tdi mit gekapseltem Dieselmotor und ein Mercedes SLK 320 mit Temperaturverlauf über der Zeit erstellt. Im Bild 1 wird die Abkühlkurve des VW Passat 1.9 tdi, im Bild 2 werden alle dort gemessenen Fahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor in "ausreichender Genauigkeit" dargestellt. Es wird die subjektive Warmzeit eingeführt.


Zweck der Untersuchung war die Beantwortung der Frage, ob man durch Handauflegen feststellen kann, wie lange vorher das Fahrzeug bereits abgestellt wurde (z.B. bei Alkohol- oder Unfallfluchtdelikten u.ä.). Diese Untersuchung wurde vom Autor durchgeführt, da zwar bei der vorherigen Studie »Das Abkühlverhalten von Fahrzeugteilen« als "ideale Meßstelle" für die Bestimmung der Standzeit zwar das Auspuffrohr postuliert wurde, sich aber niemand an diese Forderung zu halten schien.

Hierzu merkt Wolfer in Heft 5/2003 (Seite 124) in »Das Abkühlverhalten von Fahrzeugteilen« in ein paar Zeilen an, dass eigene Versuche durchgeführt worden seien. Hierbei habe man u.a. festgestellt, dass z.B. beim BMW 530 D die Motorhaube bei einer Außentemperatur von 5°C in der Haubenmitte nie lauwarm oder warm empfunden werde. Handwärme habe man aber im Bereich der BMW-Niere festgestellt, teilweise sogar einen warmen Luftstrom. Wolfer kommt zu dem Schluss, dass Abkühlkurven auf der Motorhaube als Anhaltswerte mit dem Hinweis von Streumöglichkeiten zwar gut und schön seien, es aber schlussendlich immer eine Einzelfallbetrachtung für den betreffenden Fahrzeugtyp sei. Leider wurden die o.g. eigenen Versuche von Wolfer aber scheinbar nicht veröffentlicht.

Weitere Beiträge zum Thema im VuF

Weitere Infos zum Thema

  • 2021 #21 Romberg, T.: Die Hand auf der Motorhaube – Wie zuverlässig können Temperaturen erfühlt werden? in UREKO Spiegel 21/2021, S. 25 – 28